Ohne Maschinen sieht Teppichreinigung so aus: Teppich auf den Boden, Reinigungsmittel drauf, schrubben, absaugen, trocknen lassen, wo gerade Platz ist. Das Ergebnis hängt dann davon ab, wer an diesem Tag arbeitet. Eine Reinigungsstraße ändert das, weil jeder Teppich denselben Weg nimmt.

Erst trocken, dann nass

Die erste Station hat mit Wasser nichts zu tun. Ein Staubentferner löst Feinstaub, Sand und lose Rückstände aus der Faser, bevor der Teppich nass wird. Das ist wichtig, weil Sand und Staub im Wasser nicht verschwinden, sondern zu einem feinen Schlamm werden, der sich tief in den Flor setzt. Was vorher trocken herauskommt, muss später nicht herausgewaschen werden.

Waschen und Schleudern

Danach geht der Teppich in die automatische Waschanlage, die ihn gleichmäßig über die ganze Fläche reinigt, statt nur dort, wo gerade jemand schrubbt. Das Wasser bereiten wir im Reinigungskreislauf auf und verwenden es wieder. Anschließend entfernt eine Zentrifuge das überschüssige Wasser mechanisch aus der Faser. Je weniger Wasser im Teppich bleibt, desto schneller und gleichmäßiger trocknet er.

Trocknung und Finish

Getrocknet wird nicht irgendwo an der Luft, sondern in einem Raum, in dem Industrie-Entfeuchter Luftfeuchtigkeit und Klima regeln. So trocknet die Faser gleichmäßig durch, ohne Muffgeruch. Zum Schluss richtet eine Kehr- und Finish-Maschine den Flor wieder auf. Danach ist der Teppich nicht nur sauber, er sieht auch wieder so aus und fühlt sich so an.

Woher die Maschinen kommen

Die Reinigungsstraße stammt von GAR-MAK Makine aus Bursa in der Türkei, einem auf Teppichreinigungsmaschinen spezialisierten Hersteller: Waschanlage, Schleuder, Staubentferner und Finish-Maschine aus einer Fertigung. Die Entfeuchter für die Trocknung kommen von Iklimet aus Istanbul. Die Maschinen sind CE-zertifiziert nach Maschinenrichtlinie, EMV-Richtlinie und Niederspannungsrichtlinie, belegt durch Konformitätserklärungen.

Was Technik nicht ersetzt: Nicht jeder Teppich gehört in die Waschanlage. Handgeknüpfte Teppiche aus Wolle oder Seide waschen wir weiterhin von Hand, weil Rotation und Temperatur für sie zu viel wären. Welcher Weg der richtige ist, entscheidet die Prüfung vor der Reinigung, nicht die Maschine. Woran wir für die Zukunft arbeiten, etwa an einer kamerabasierten Erkennung von Fehlstellen in der Faser, ist noch in Entwicklung, mehr dazu auf der Seite Innovation.